Der niemals traurige Renoir

“Alle lieben Renoir”, sagt Howard Shaw, Präsident der Hammer Galleries in New York. “Und ist es nicht erstaunlich”, fährt er fort: “Renoir war sehr krank, im Alter fast verkrüppelt. Aber er hat in seinem Leben kein einziges trauriges Bild gemalt.”

Zwei Wolkenkratzer

391214_Empire-State-Building250px-Daily_News_BuildingIn einem Interview, das in dem Buch Objectively Speaking veröffentlicht ist, erwähnt Leonard Peikoff, dass Ayn Rand das Daily News Building -gebaut im Jahr 1929, und bekannt als Modell für die fiktive Zeitung Daily Planet aus den Superman-Filmen- am meisten hasste. Ganz anders bewertete sie das Empire State Building (rechts): “Ich denke, sie mochte das Empire State Building am meisten, für seinen Symbolismus und seine Struktur.”

Ayn Rands Lieblingsmaler

El_canal_(1966)Not PC identifiziert einen Schüler von Dali als Rands Lieblingsmaler: José Manuel Capuletti (hier). Bei ihm liebte sie Thema und Stil. Über sein Gemälde El Canal schrieb Ayn Rand:

In (El Canal) the violent blue of the water and the violent red of a robe dropped on the shore are daringly, surprisingly harmonious, integrated by sunlight, under a vast summer sky – yet the canvas is dominated by the slender, naked figure of a woman stepping into the water, by the delicately radiant texture of her body.

LITERATUR:
Ayn Rand: Capuletti, in The Objectivist, December 1966

Die Internationale

AR102B_150wIn Ayn Rands erstem Roman We the Living (Vom Leben unbesiegt), der in der jungen Sowjetunion kurz nach der Machtergreifung der Kommunisten spielt, kommt der Musik eine große Rolle zu. Rand setzt die Musik ein, um die Emotion einer Szene oder die Emotion der Ereignisse im Leben der Charaktere zu unterstreichen. Häufiger als jedes andere Musikstück wird “Die Internationale” erwähnt, ein Lied, das die Kommunisten nach dem erfolgreichen Umsturz zur offiziellen Hymne der Revolution erklärten, bis Stalin 1941 den Internationalismus auch auf der symbolischen Ebene zu Grabe trug. Weiterlesen »

Der Erfinder von Mike Hammer

Ym4wMjI5Die Berliner Zeitung schrieb 2006 zum Tod des Krimiautors Mickey Spillane (1918 – 2006):

Ayn Rand (The Fountainhead) hat ihn geliebt: “Mickey Spillane gibt mir das Gefühl, eine Marschmusikkapelle in einem öffentlichen Park zu hören.”

Die Leidenschaft und die Wut

b_cross2Robert Tracinski, Herausgeber der objektivistischen Zeitschrift The Intellectual Activist, sieht in Mel Gibsons kommerziell ungewöhnlich erfolgreichem Film Die Passion Jesu (2004) eine Propagierung der Moral des Altruismus, der Anbetung des Leidens. Altruismus sei zwar die dominante, universell akzeptierte Moralphilosophie, aber die Bedeutung des Altruismus werde in Gibsons Film “zu klar, zu direkt, zu konkret” ausgedrückt. Weiterlesen »

Ayn Rand und Frank Lloyd Wright

51ZbeoI8NfL__SL500_AA240_1944 gelang es Ayn Rand durch die Vermittlung des Sohnes von Frank Lloyd Wright ein Treffen mit dem Stararchitekten in Hollywood zu arrangieren. Rand erinnerte sich später an Wright als freundlich und interessiert an ihren Bücher und Ideen. An seinen geringschätzigen Brief von 1938 konnte er sich nur vage erinnern und erklärte seine negative Reaktion von damals mit der Befürchtung, nur zur Steigerung der Publicity von Rand benutzt zu werden. Rand hatte Wright im Dezember 1937 einen Brief geschrieben, sich und ihr Projekt “The Fountainhead” vorgestellt und hatte um ein Treffen mit Wright gebeten. Weiterlesen »

H. G. Wells Krieg gegen die Einheit von Geist und Körper

kriegderweltenIm Jahr 2005 kam der Film Krieg der Welten (War of the Worlds) von Steven Spielberg in die deutschen Kinos. Die Verfilmung beruht auf dem gleichnamigen Roman von Herbert G. Wells (1866 – 1946), der einer der führenden Denker Englands in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war. Wells war Sozialist, Fortschrittsskeptiker, und zu allem Überfluss auch noch Anti-Semit. In seinem Roman “Krieg der Welten” von 1898 schildert Wells eine Invasion von Marsianern, von denen er schreibt, dass sie “nichts als Köpfe” waren, “eine bloße Gehirnmenge”. Diese schlaf-, geschlechts- und körperlosen Marsianer sind Projektionen von Menschen aus einer hochtechnisierten Zukunft: “Ohne den Leib mußte das Gehirn ein bei weitem selbstsüchtigerer Geist werden als mit dieser Grundlage menschlichen Gefühls.” Weiterlesen »

Ein Haus für Ayn Rand

FLW%20Rands%20houseDieses Haus entwarf der Architekt Frank Lloyd Wright (1867 -1959) für Ayn Rand. Bedauerlicherweise wurde es nie gebaut.

Die Rolle, die Robert Stack gern gespielt hätte

MV5BMTQ1MDc1OTIwNF5BMl5BanBnXkFtZTcwNTc4OTQyMQ@@__V1__SX100_SY140_In einer ihren Kolumnen in der Los Angeles Times aus dem Jahr 1962 verteidigt Ayn Rand die Fernsehserie The Untouchables (auf Deutsch: Die Unbestechlichen) gegen ihre Kritiker. Ayn Rand schüttete in dem Artikel wahre Lobeshymmnen über die Serie aus, die sie als “zutiefst moralische Sendereihe” bezeichnete. Den Kritikern der Serie warf sie vor, sie für ihre Tugenden zu verdammen, für den Triumph über die Kriminellen und ihren moralischen Absolutismus. Weiterlesen »

Das Herz eines Heiden

510nqk21t6l_aa240_.jpgBill Bucko ist nicht sonderlich begeistert von Andrew Bernsteins Roman Heart of a Pagan, der ihn doch mehr an ein Traktat erinnert: “Wie Ayn Rand sagte, ist es nicht die Funktion eines Romans zu lehren, sondern zu zeigen.” Auf der Website des Autoren kann man Auszüge aus dem Roman finden: Chapter One (The Spirit … and the Flesh) und Chapter Two (The Coming). Lee Sandstead schreibt über Bernsteins Roman: “Andy Bernstein in his new novel Heart of a Pagan gives us this Greek conception of a pious man. Like the Greeks, this man doesn’t prostrate himself before gods representing the meek and humble, he seeks his reverence and veneration on the sweaty floor of a basketball gym in front of 2,500 people all yelling his name “Swoop! Swoop! Swoop!”

Keine Empfehlung für “Kill Bill”

Dass der Film Kill Bill von Quentin Tarantino kaum in meine Liste von empfehlenswerten Filmen eingehen dürfte, kann man wahrscheinlich schon aus den kurzen Häppchen ableiten, mit dem der Film beworben wird. Im Diskussionsforum obectivismonline.com spricht ROARK4PREZ212 von einer “abscheulichen Vermischung von Gewalt und Werten. Gewalt wird von Tarantino als Ziel an sich gesehen, als eine Form von Unterhaltung und sogar Humor. Dies ist bizarr und unakzeptabel. Gewalt wird richtigerweise nur zur Verteidigung von Werten verwendet, nicht als ein Wert an sich.”

Es behandelt Sie emotionslos: Dr. House

Die September-Ausgabe 2006 der Zeitschrift The Undercurrent beschäftigt sich in einem Beitrag von Gena Gorlin mit der Fernsehserie Dr. House (RTL), die auch in Deutschland zu sehen ist. Nach Meinung der New York Times soll der -brilliante, aber zynische- Protagonist ein Beispiel für “Rationalität” abgeben, allerdings wird Dr. House so präsentiert, dass man ihn, außer man ist ernstlich krank, niemals gerne kennen lernen möchte – geschweige den mit ihm befreundet, verheiratet etc. sein.

Hier gibt es die deutsche Abschrift einer Folge:

Mr. Merrell: Und Sie waren noch nie bei ihm. Wie können Sie jemanden behandeln, den Sie noch nie getroffen haben?

House: Das ist ganz leicht, wenn er einem scheißegal ist. Und das ist gut so, wenn, ähem, Emotionen einen rational handeln ließen, würden sie nicht so heißen.

Ein Mahnmal für eine Ehe

cronin_marriage_sandstead_13.jpgNicolas Provenzo präsentiert auf seinem Blog eine Skulptur der Künstlerin Patricia Cronin als Beispiel für die Kunstrichtung des Romantischen Realismus (Fotos). Die Skulptur soll als Grabstein für die Künstlerin selbst und ihre Lebensgefährtin dienen, was in Amerika Anstoß erregen könnte, wenn man den Worten von Provenzo glauben möchte. Für rationale Menschen sicherlich nicht nachvollziehbar, denn dieses Mahnmal ist eine erhabene Würdigung der Liebe und damit einhergend auch des Egoismus: “Liebe ist eine der tief gehendsten Formen der Selbstbehauptung: zu lieben heißt, jemanden wertschätzen – jemand verliebt sich in eine Person, die seine tiefsten eigenen Werte verkörpert und widerspiegelt. Liebe ist das Gegenteil von Selbstlosigkeit.” (Nathaniel Branden)

Der Stil von Alfred Hitchcock: Filme für den fokusierten Geist

Ayn Rand beschrieb Alfred Hitchcock als einen Künstler von Format, und als einen Romantiker. Seine Filme, sagte Hitchcock, seien nicht “Stücke vom Leben”, sondern “Kuchenstücke” – weil “Drama das Leben ist ohne die langweiligen Momente”.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.